Mailterror

Heute kam die erste Mahnung von Klarna, da die Person, die nicht in der Lage war, ihre Mailadresse korrekt einzugeben, nicht gezahlt hat.

Wie auch, wenn ich die ganzen Mails bekomme…?

Klarna kann ich auch nicht kontaktieren. Das ginge nur per App, allerdings beißen sich da meine Daten mit denen dieser Person, die einfach meine Mailadresse benutzt.

Nach einigem Suchen habe ich nun den Shop angeschrieben und denen mitgeteilt, dass ich nicht der Besteller (oder die Bestellerin) bin. Weitere Mails bezüglich Bestellung oder Zahlung werde ich ignorieren. Es ist deren Problem, wenn sie Mailadressen nicht verifizieren – und das Problem der bestellenden Person, wenn sie falsche Mailadressen angibt 🤷🏼‍♂️

Von DSGVO und Co. fange ich besser gar nicht an…

Mal schauen, was da noch so kommt.

Parteien: Anteil und Stimmen

Die Bundestagswahl 2021 kommt näher und die Umfragen nehmen zu. Ständig ist die Rede von „Anteilen“ und „Mehrheiten“. Besonders mit dem Begriff „Mehrheit“ wird gerne Wahlkampf betrieben.

Wenn eine „Mehrheit“ existiert, neigt der Mensch als soziales Herdentier dazu, sich dieser anzuschließen. Wenn so viele Menschen eine Partei wählen, dann möchte man nicht als Außenseiter dastehen, obwohl diese Befürchtung bei einer geheimen Wahl unsinnig ist. Der Mehrheitsgedanke ist in uns fest verankert und wirkt, ob wir es wollen oder nicht.

Wir können uns aber darüber bewusst werden und eine entsprechend andere Entscheidung treffen.

Dabei hilft es, wenn man sich mal anschaut, was genau im Wahlkampf unter „Mehrheit“ zu verstehen ist oder zu verstehen sein sollte.


Nehmen wir die Daten der Bundestagswahl 2017, um eben dies zu veranschaulichen.

2017 waren 61,69 Millionen Menschen in Deutschland wahlberechtigt. Die Einwohnerzahl betrug im gleichen Jahr 82,79 Millionen Menschen. 76,2% war die Wahlbeteiligung in besagtem Jahr.

Das bedeutet, wenn man das mal zusammenfasst, dass 47,01 Millionen Stimmen abgegeben und gezählt wurden (inkl. ungültiger Stimmen).

47,01 Millionen Stimmen entschieden also über 82,79 Millionen Bürger oder anders gesagt: Alle abgegebenen Stimmen repräsentierten lediglich 53,16% der Bevölkerung.

Würde also eine Partei 100% dieser Stimmen erhalten haben, bedeutet das nicht, dass 100% der Bevölkerung diese Partei gewählt haben, sondern eben lediglich knapp über die Hälfte.

Interessanter wird es, wenn wir uns die einzelnen Parteien und deren Stimmen anschauen, sowie deren Anteil an selbigen und dann, wie viel das in Bezug auf die Bevölkerung ist.


CDU/CSU 2017

  • 32,9% der Stimmen
  • 14,48 Millionen Stimmen
  • 17,49% der Bevölkerung

SPD 2017

  • 20,5% der Stimmen
  • 9,02 Millionen Stimmen
  • 10,9% der Bevölkerung

AfD 2017

  • 12,6% der Stimmen
  • 5,55 Millionen Stimmen
  • 6,7% der Bevölkerung

FDP 2017

  • 10,7% der Stimmen
  • 4,71 Millionen Stimmen
  • 5,69% der Bevölkerung

DIE LINKE 2017

  • 9,2% der Stimmen
  • 4,05 Millionen Stimmen
  • 4,89% der Bevölkerung

Bündnis 90/Die Grünen 2017

  • 8,9% der Stimmen
  • 3,92 Millionen Stimmen
  • 4,73% der Bevölkerung

„Mehrheit“ ist eben nicht gleich „Mehrheit“ und „viele“ nicht immer „viele“. Die Aussagen beziehen sich stets auf die Stimmen – wie sollte es auch anders sein? Alles andere kann man nicht zählen oder auswerten.

In den Köpfen aber kommt an: „Ui, die meisten Menschen wollen Partei XYZ! Die haben ABC% bekommen!

Genau mit dieser Wahrnehmung wird Wahlkampf betrieben und manipuliert. Schon immer. Wird auch immer so bleiben. Hier sind wir Bürger gefragt, die Slogans in Relation zu setzen und uns nicht dazu nötigen zu lassen, uns einer vermeintlichen Mehrheit anzuschließen, die nur einen Bruchteil der Bevölkerung ausmacht.

Schauen wir uns mal an, wie die aktuellen Umfragen zur Bundestagswahl 2021 und daraus abgeleitete Prognosen aussehen, wenn wir die Stimmenmehrheit auf die tatsächliche Bevölkerung umrechnen. Als Basis verwende ich die Bevölkerungs- und Wahlbeteiligungs- und Wahlberechtigtenzahlen aus 2017. Der Unterschied ist marginal, sofern die Wahlbeteiligung nicht um mindestens 10 Prozentpunkte steigt.


CDU/CSU 2021

  • 25,1% der Stimmen
  • 11,05 Millionen Stimmen
  • 13,34% der Bevölkerung

SPD 2021

  • 15,2% der Stimmen
  • 6,69 Millionen Stimmen
  • 8,08% der Bevölkerung

AfD 2021

  • 10,8% der Stimmen
  • 4,75 Millionen Stimmen
  • 5,74% der Bevölkerung

FDP 2021

  • 11,2% der Stimmen
  • 4,93 Millionen Stimmen
  • 5,95% der Bevölkerung

DIE LINKE 2021

  • 6,7% der Stimmen
  • 2,95 Millionen Stimmen
  • 3,56% der Bevölkerung

Bündnis 90/Die Grünen 2021

  • 24,4% der Stimmen
  • 10,74 Millionen Stimmen
  • 12,97% der Bevölkerung

Das Gefährliche beim Wahlkampfbegriff „Mehrheit“ ist die eigene und die suggerierte Wahrnehmung. Das gefühlte „Mehr“ im Vergleich zum tatsächlichen „Mehr“:

Grüne und AfD werden nicht müde, von einer „Mehrheit in der Bevölkerung“ zu reden, dabei stimmen über 87% der Bevölkerung eben nicht für die Grünen und über 94% nicht für die AfD.

Auch die anderen Parteien verwenden ähnliche Sätze, um Stimmen zu akquirieren. Doch keine einzige Partei stellt auch nur im Ansatz irgendeine Art von Mehrheit in Bezug auf die gesamte Bevölkerung Deutschlands.

Wie am Anfang bereits aufgezeigt: Selbst 100% der Stimmen ergeben nur eine knappe „Mehrheit“ von 53% zu 47%. Wer hier von „Mehrheit“ spricht, will manipulieren – oder leidet an einer Wahrnehmungsstörung.

Grüne, Linke, AfD stellen nicht die Mehrheit in Deutschland. Im Gegenteil: Es sind Minderheiten, die sich nur anders darstellen, Randgruppen, die Lärm machen und alle Mittel nutzen, um an „die Macht“ zu kommen. Dabei hilft es natürlich, wenn man mit irgendeinem Mehrheitswert auf Tour gehen kann…

Nochmal deutlich an die Fraktionen der Extreme (Grüne, AfD, Linke): Ihr seid nicht „viele“, ihr seid bei weitem nicht die „Mehrheit“. 80%, 90% und mehr wollen euch nicht.

Was wir alle wollen ist, dass sich endlich mal Menschen nach Berlin begeben, die nicht nur geiern, an sich denken, Kohle abgreifen, hetzen, spalten und ihre Ideologien Millionen anderen aufnötigen wollen. Wir wollen, dass Politik für 100% der Bevölkerung gemacht wird und nicht nur für 4%, 6% oder 10%! WIR SIND MEHR! Also kümmert euch auch um uns!

IHR dient DEM VOLK. Dem GESAMTEN Volk!


Zum Abschluss hier noch ein Diagramm zur Veranschaulichung des gerade Aufgelisteten.


TRIGGERWARNUNG Kindesmissbrauch „Zartes Fleisch“ Kapitel 19 – Mutter

Der Beitrag darf gerne geteilt werden, allerdings nur mit entsprechender Warnung und unter Nennung der Quelle (mein Blog und/oder meine Person).

Anlaufstellen für Betroffene von sexuellem Missbrauch sind zum Beispiel N.I.N.A e.V. oder auch die Nummer gegen Kummer (inklusive Chatfunktion).


Ein schwerer Tag war das. Es ist Donnerstag und eigentlich begann alles ganz unspektakulär. In den letzten Monaten hat sich mein Ehemann sehr um mich bemüht. Er ist nun öfter zuhause bei uns und kümmert sich um uns, fast schon zu viel muss ich sagen.

Als ich ihm vor gut einem Jahr gesagt habe, dass ich noch ein Kind will, dass ich es brauche, um länger gesund bleiben zu können, hatte ich nicht wirklich damit gerechnet, dass er meinem Wunsch, meinem Befehl, nachkommt.

Ich habe ihm ein Ultimatum gestellt, ihn erpresst, ihm gedroht und es hat funktioniert. Ich habe meine Familie wieder.

War das richtig so? Heiligt der Zweck die Mittel? Oder muss ich mir Vorwürfe machen? Habe ich egoistisch gehandelt? Ja, definitiv. Aber in gleichem Maße war das auch eine Handlung, die für uns alle, für Timo, Sabrina, meinen Mann und mich wichtig und richtig war.

Nur so konnte ich meine Familie retten, schützen, fortführen. Was hätte denn sonst aus uns werden sollen? Mein Mann hätte mich verlassen, ich säße letztendlich im Rollstuhl und die Kinder würden wer weiß wo groß werden. Das durfte nicht sein. Ich musste meinen Mann also zwingen bei uns zu bleiben. Er ließ mir keine andere Wahl und ich denke, er ist mir mittlerweile dankbar dafür.

Wir verbringen nun viel mehr Zeit zusammen und während meiner Schwangerschaft, die sich gottseidank sehr schnell einstellte, konnte ich mich ganz auf mich konzentrieren. Einzig die gemeinsamen Stunden mit Timo fehlten mir etwas, aber mein Mann war ja wieder da und füllte die Lücke gut aus, zumindest am Anfang. Nach drei, vier Monaten verlor ich die Lust am Sex und auch an der Nähe zu ihm. Ich war nicht mehr allein, aber ich war einsamer als vorher. Ich konzentrierte mich ganz darauf, dass die Schwangerschaft ohne Komplikationen ablief. Ich hörte auf zu rauchen und zu trinken, nur manchmal nach dem Essen, selten, trank ich ein Glas Wein und rauchte eine Zigarette am Fenster, schaute die neu gebaute Straße hinauf, an deren Ende demnächst neue Häuser gebaut werden sollten und dachte darüber nach, wie das Leben mit bald drei Kindern wohl sein würde.

Mein Arzt teilte mir mit, dass es ein Junge werden würde und als ich es meinem Mann mitteilte, konnte ich sehen, wie er sich freute. Es war eine aufrichtige Freude, nichts Gespieltes, und er war sofort Feuer und Flamme.

Er begann damit, das alte Kinderzimmer von Timo zu renovieren, neu zu streichen und einzurichten. Er besorgte neue Möbel und grübelte über Namensbüchern. Ein neuer Sohn, der nicht nur mich länger gesund halten würde, sondern der auch in den Augen meines Mannes die Möglichkeit bot, einen Stammhalter großzuziehen, nachdem er von Timo so enttäuscht wurde. Es war wie ein Aufputschmittel und ich war erleichtert.

Mein Mann schlug mir etliche Namen vor und wir entschieden uns schließlich für „Jan“. Ein Name entgegen aller Trends und Moden mit einer Bedeutung, die passender nicht sein konnte: Geschenk Gottes.

Das war er wirklich. Als ich im achten Monat schwanger war, ließ ich mich erneut beim Neurologen untersuchen und meinen Zustand analysieren. Die Schwangerschaft hatte ihren Zweck erfüllt und die Entzündungswerte waren erheblich gesunken. Zwar war ich nicht geheilt – eine Heilung war und ist ausgeschlossen – aber ich habe etwas Zeit gewonnen. Dafür nehme ich gerne einige Pfunde mehr in Kauf und verzichte einige Monate auf Zigaretten und Alkohol. Ein geringer Preis wie ich finde.

Timo geht nun bald auf die gleiche Schule wie Sabrina und wenn alles gut geht, kann Sabrina in zwei Jahren eine Ausbildung anfangen. Ich möchte nicht, dass sie das Abitur macht. Sie ist nicht dumm, aber niemand will eine Frau, die alles besser weiß und womöglich noch gebildeter ist als man selbst als zukünftiger Ehemann. Es ist nur zu ihrem Besten. Sie wird das verstehen, doch bis dahin ist noch etwas Zeit. Jetzt zählt erstmal nur, dass Jan und ich die nächsten Tage überstehen.

Man liest ja so viel von plötzlichem Kindstod und obwohl Jan eigentlich nur als Medizin gedacht war, hat mein Mann mich mit seiner aufrichtigen Freude angesteckt. Die Hormone taten ihr Übriges und ich muss sagen, ich liebe diesen kleinen Wonneproppen doch sehr. Als die Schwester mir dieses winzige menschliche Wesen in den Arm gelegt hatte, war es um mich geschehen. Ich wollte keine tiefere Beziehung, noch nicht, doch ich war machtlos gegen dieses zerknautschte Gesichtchen, das nur kurz geschrien hatte und bald danach friedlich in meinem Arm lag und zufrieden gluckste.

Vielleicht wird nun alles besser…?

Bei den Geburten von Timo uns Sabrina lief alles glatt. Ich lag jeweils keine Stunde in den Wehen und brauchte keine Schmerzmittel. Es gab keine Komplikationen und ich ging jedes Mal noch am gleichen Tag nach Hause. Doch bei Jan war es anders.

Die Geburt war schwer. Sehr schwer. Und ich lag mehrere Stunden in den Wehen. Genauso war es auch bei meinem ersten Kind. Dieses Kind – auch ein Junge – habe ich allerdings zuhause bekommen. Ich wollte damals nicht in ein Krankenhaus. Niemand durfte wissen, dass ich ein Kind bekommen hatte. Das wäre der gesellschaftliche Tod für mich und meine Familie gewesen. Aber solange alle zusammenhalten, kann man viel vor der Außenwelt verbergen. Diese Lektion habe ich damals gelernt.

Wie jetzt bei Jan auch lag ich damals stundenlang mit unvorstellbaren Schmerzen im Bett. Meine Schwester war bei mir und hielt mir die Hand, brachte mir Wasser und wechselte die kühlenden Umschläge. Schmerzmittel gab es allerdings keine, so dass ich alles ungefiltert und ungetrübt miterleben musste. Jeder einzelne Krampf, jede Wehe, jeder Stich, jede Bewegung hat sich in mein Gedächtnis eingebrannt. Und mit jedem Schmerzensschrei wuchs meine Abneigung gegen dieses Kind, dieses Wesen, dieses Etwas in mir, das dafür sorgte, dass ich so sehr leiden musste.

Ich weinte bis ich keine Tränen mehr hatte und hoffte darauf, dass ich bald ohnmächtig werden würde, einfach nur, damit ich keine Schmerzen mehr spüre, doch dieser Segen blieb mir verwehrt. Ich blieb wach und bei Bewusstsein, erlebte jede einzelne Sekunde dieser Folter mit und war mir sicher, dass dies Qualen waren, die auch in der Hölle nicht schlimmer hätten sein können.

Dieser kleine Parasit in mir war die Strafe Gottes für meine Unzucht. Ich hatte meinem Verlangen nachgegeben und dies war die Konsequenz daraus. Das Kind, dieser Junge, war die fleischgewordene Geißelung für die Sünderin, zu der ich geworden war. Deswegen litt ich diese Qualen, deswegen gab es keine Erlösung. Es durfte auch keine geben, ich musste da durch, denn wenn ich das überstehen würde, wäre ich geläutert. Ich könnte neu anfangen, frei von Schuld und rein von Sünden und Verfehlungen.

Schließlich war es vorbei. Ich weiß nicht, wie lange es gedauert hat, aber irgendwann in diesem Wirbel aus nicht enden wollenden Schmerzen muss das kleine Monster auf die Welt gekommen sein. Die Schmerzen ließen nach und ich hörte noch dieses grausige Gebrüll meines Sohnes, bevor ich schließlich vor Erschöpfung einschlief.

Als ich erwachte, war Heike bei mir. Sie schlief auf einem Stuhl neben dem Bett und muss die ganze Zeit auf mich aufgepasst haben. In einem kleinen Wiegenbettchen neben ihr lag mein Sohn. Ich konnte ihn nur kurz ansehen. Ich ekelte mich fast schon vor ihm, vor diesem kleinen rosa Fleischklumpen, der mich so gestraft hatte, der mein Leben zerstören wollte. Ich empfand keinerlei Mutterliebe und fragte mich, ob sich dies noch ändern würde. Doch im Grunde war es mir egal. Ich verwarf den Gedanken fast augenblicklich und berührte meine Schwester am Knie, um sie aufzuwecken.

„Geht es dir gut?“, war das Erste, was sie sagte, als sie langsam die Augen geöffnet hatte. Ich nickte kurz und zeigte auf das leere Glas auf dem Nachttisch. Heike verstand sofort und huschte in die Küche, um mir frisches Wasser zu besorgen.

Die Augenblicke, bis sie wieder bei mir war, kamen mir wie eine Ewigkeit vor. Eine Ewigkeit, die ich allein im Zimmer mit diesem Etwas verbringen musste. Es schlief. Zumindest war es ruhig, aber ich hatte sowieso nicht die Kraft um aufzustehen und richtig nachzusehen.

Heike reichte mir das Glas mit kaltem Leitungswasser und ich trank gierig und mit großen Schlucken, bevor ich mich wieder in die Kissen sinken ließ, die Augen schloss und in einen traumlosen Schlaf fiel.

Als ich erneut erwachte, war ich alleine im Zimmer. Das Wiegenbettchen war verschwunden und auch sonst war niemand bei mir im Zimmer. Doch ich fühlte mich kräftiger als beim letzten Mal. Ich setzte mich langsam auf und versuchte dann aufzustehen. Ganz langsam, erst ein Bein aus dem Bett, dann das andere. Ich saß auf der Bettkante und spürte zwischen meinen Beinen, was das Kind in und an mir angerichtet hatte. Sofort schossen mir wieder Tränen in die Augen. Tränen der Wut und der Trauer. Nichts würde mehr so sein wie zuvor. Und alles nur wegen dieser menschgewordenen Strafe!

Ich wischte sie weg, biss die Zähne zusammen und stand auf. Ich hielt mich am Bettpfosten fest und bewegte mich langsam und vorsichtig zur Tür. Ich konnte Stimmen hören. War das Heike? Wer war da noch bei ihr?

Vorsichtig öffnete ich die Tür und da saß Heike mit ihrem Freund am Tisch, mein Kind in einer Babyschale vor sich. Beide redeten mit ihm und waren sichtlich froh, dass es dem Jungen gut ging. Mir war es egal.

„Hallo…“, sagte ich leise. Erst jetzt bemerkten mich die beiden. Heike sprang auf und umarmte mich überschwänglich.

„Hey Schwesterherz! Dir geht es besser, wie schön! Schau, deinem kleinen Sohn geht’s auch wunderbar. Das wird mal ein ganz Schlauer!“, strahlte sie mich an. In mir regte sich nichts außer Abneigung. Ich wollte den Jungen nicht. Ich wollte auch nicht, dass sich etwas daran ändert. Aber ich war jetzt eine Mutter und eine Mutter muss Regeln befolgen. Ich musste nun eine Rolle spielen, mein ganzes Leben lang. Ich musste mein Kind lieben und für es sorgen. Ich musste es erziehen und Schaden von ihm fernhalten. Es widerte mich an, aber ich hatte keine Wahl. Nicht hier auf dem Dorf.

Der Plan stand auch schon fest. Heike und ihr Freund würden das Kind als ihr eigenes ausgeben. Da die beiden noch nicht verheiratet waren, war das zwar auch ein kleiner Skandal, doch eine Hochzeit konnte man schnell organisieren und so den gesellschaftlichen Schaden begrenzen. Das war bei mir nicht so einfach der Fall. Natürlich würde ich für das Kind aufkommen müssen. Das gehörte mit zur Abmachung. Aber das alles blieb unter uns, hinter unseren Türen, in unserer Familie. Außerhalb wusste niemand etwas davon und wir alle hatten dafür gesorgt, dass alles im Verborgenen blieb. Es war nicht leicht gewesen, erst recht nicht, als mein Bauch immer dicker wurde. Aber wir haben es geschafft. Heike hat ein unglaubliches schauspielerisches Talent an den Tag gelegt und ich bin ihr dankbar.

Doch nichts davon ändert etwas daran, dass ich die Mutter dieses Dings bin. Egal wo es aufwächst und wer etwas weiß oder nicht weiß – diese Tatsache wird bleiben. Dieses Kind ist meine Strafe und ein lebendes Mahnmal für meine Sünden.

Die ersten Wochen wird das Kind bei mir bleiben, so lange bis Heike und ihr Macker eine eigene Wohnung haben. Ansonsten geht unser Leben ganz normal weiter. Heike wird später etwas von „überraschender Schwangerschaft“ erzählen. Sowas gibt es ja, dass Frauen erst bei der Geburt merken, dass sie schwanger sind. Solange der Schein gewahrt wird, ist es auch fast egal, was man erzählt. Die Leute glauben das, was ihnen am bequemsten erscheint. Was nicht sein darf, existiert auch nicht und genau diese Denkweise spielt uns in die Karten.

Die nächsten Tage wird Heike mit ihrem Freund verbringen. Sie haben ein Haus in Aussicht, hier im Ort, und müssen noch einige Besuche machen, Beziehungen spielen lassen und mit einer Menge Leute sprechen. Nichts läuft hier ohne Beziehungen. In der Zeit passe ich auf das Kind auf. Die Bürde meines Lebens. Ich habe einen Fehler gemacht, niemandem geschadet und kein Leid zugefügt. Dennoch muss ich für den Rest meines Lebens leiden.

Ich glaube es war in diesem Moment, als ich beschloss, etwas daran zu ändern.

Am nächsten Tag war ich allein im Haus. Ich kümmerte mich um den Haushalt und überlegte, wie ich dieses Problem lösen konnte, wie ich uns alle erlösen konnte. Beim spärlichen Mittagessen, das ich mir selbst zubereitet hatte, las ich in einer Zeitschrift etwas über den plötzlichen Kindstod und mir fiel es wie Schuppen von den Augen.

Da war er: der Ausweg aus dieser Hölle auf Erden. Die Erlösung von meiner Strafe, der Weg zurück in ein normales Leben!

Hierbei handelt es sich um den nicht erklärbaren Tod eines Säuglings im ersten – seltener auch im zweiten – Lebensjahr. Wenn andere Todesursachen ausgeschlossen werden können, wird diese Diagnose gestellt.

Das war die perfekte Lösung! Mein Kind musste sterben und das so, dass es nach einem natürlichen, aber unerklärlichen Tod aussah. Ich durfte es also nicht ersticken, schütteln, verletzen oder vergiften. Auch wenn ich eine Abneigung, fast schon einen Hass auf das Kind hatte, hätte ich das aber sowieso nicht gekonnt.

Was ich aber konnte war: nichts tun.

Es war so einfach! Ich brauchte nichts zu tun und meine Probleme würden sich auflösen. Konnte es wirklich so einfach sein? Wir waren bei keinem Arzt während ich schwanger war. Niemand außer unserer Familie wusste von dem Kind. Die Gelegenheit war da, aber sie würde nicht ewig bestehen bleiben. Ich musste handeln – oder eben nicht.

Mein Entschluss stand fest: ich würde es versuchen. Was hatte ich zu verlieren? Zumal ich ja nichts aktiv machen musste. Ich musste nur so tun, als gäbe es das Baby nicht. Ich musste nur seine Schreie ignorieren und warten, bis er verdurstet war. Ich musste nur dafür sorgen, dass ich ihn nicht stillte und ihm nichts zu trinken gab.

Ich musste nur so leben, als gäbe es ihn nicht. Und das fiel mir leicht. Eine Bindung zu diesem Wesen hatte sich bei mir nie eingestellt. Es – er – war mir egal und das machte es leicht für mich.

Wie lange es wohl dauern mochte?

Heike war jeden zweiten Tag bei ihrem Freund und seiner Familie. Wenn sie bei mir war, spielte ich stets die fürsorgliche Mutter. War sie weg, ignorierte ich die Schreie und das Weinen des kleinen Balgs und lenkte mich mit Handarbeiten und Lesen ab.

Es dauerte einige Tage, bis die Schreie seltener wurden. Ich konnte hören, wie dieses Kind sich anstrengte gehört zu werden, doch der Wassermangel machte es ihm mit jeder Stunde schwieriger zu schreien. Bald schon kam nur noch ein Krächzen und es wurde erträglicher, nichts zu tun.

Ein letztes Mal kam Heike zu mir und wollte wissen, wie es dem Kleinen Benjamin ginge. Ich sagte ihr, dass er schläft und ein ruhiger kleiner Junge sei.

Seit der Geburt war knapp über eine Woche vergangen und bald schon würde es vorbei sein.

Und so kam es auch. Heike war beruhigt und als sie am nächsten Tag unser Haus verließ, sollte dies das letzte Mal gewesen sein, dass sie ihr – mein – Kind lebend sah.

Die letzten Stunden verbrachte ich neben dem Wiegenbettchen. Benjamin – den Namen hatte Heike sich ausgesucht – hatte die Augen geschlossen und schlief. Eigentlich sah er aus, als ginge es ihm gut. Neugeborene sind so faltig und verknautscht, da fällt es kaum auf, wenn sie an Mangelernährung leiden. Ich bin mir sicher, dass er noch leben würde, wenn er in diesem Augenblick etwas zu Trinken bekommen hätte.

Aber das war genau das, was ich nicht wollte, was nicht sein durfte. Ich wollte frei sein und dafür musste ich weitermachen mit dem Nichtstun.

Ich saß neben ihm und wartete darauf, dass etwas geschah, dass er sich aufbäumte, sich wand oder zuckte – irgendwas. Aber es geschah nichts. Ich weiß nicht genau, wie lange ich dort saß, doch schließlich prüfte ich mit einem Finger, ob er noch atmete.

Erleichtert stellte ich fest, dass er es nicht mehr tat. Ich hielt meinen Zeigefinger minutenlang unter seine Nase, doch kein Luftzug war zu spüren. Benjamin war tot. Endlich.

Wieder stiegen mir Tränen in die Augen, doch diesmal waren es Tränen der Erleichterung. Dieser Alptraum, der mich über Monate hinweg begleitet hatte, war nun vorbei. Das Monster war besiegt, die Geißel war tot. Ich habe ihn nicht getötet, ich habe ihn sterben lassen. Dafür kommt man nicht in die Hölle, oder?

Es war ja sowieso kein richtiges Kind. Es sollte mich nur mein ganzes Leben lang daran erinnern, was ich für ein schlechter Mensch bin. Ich habe diese lebende Mahnung nun zerstört – durch Nichtstun. Wenn Heike wiederkommt, werde ich mit ihr zusammen den toten Benjamin in seinem Wiegenbettchen entdecken. Wir werden beide sehr bestürzt sein und uns dem Dorfpfarrer anvertrauen. Es gibt keinen Grund für eine Autopsie und auch keine Anzeichen für Gewalt.

Unser Leben wird wieder so sein wie zuvor. Wir werden nie wieder über dieses Kind reden und es wird sein, als wäre nie etwas geschehen.

So dachte ich damals. Und ein bisschen Angst hatte ich davor, dass ich bei Jan auch so denken würde. Doch dem ist nicht so. Jan ist ein Kind, das mir ein paar Jahre voller Lebensqualität geschenkt hat. Ich kann ihn gar nicht hassen. Benjamin war eine Strafe. Er musste sterben. Ich bereue es nicht.

Ich bereue gar nichts, denn ich hatte nie eine Wahl.

Meine Fresse…

Die Woche hatte es ganz schön in sich. Eigentlich wollte ich einige kleinere Beiträge posten, doch die Eskalation in Deutschland offenen Antisemitismus betreffend hat mich davon abgehalten.

Es ist frustrierend, wenn man bei sowas Recht behält. Und noch frustrierender, dass man nichts dagegen machen kann.

Die Updates des Judenhass-Beitrags haben mich bis gerade beschäftigt. Ich werde dort ab jetzt keine Updates mehr posten. Es ist alles gesagt und wer nach der Lektüre immer noch der Meinung ist, links wählen ist besser als rechts wählen oder dass Aktivismus was Tolles ist oder es keine Probleme mit radikalen Moslems gibt, dem ist nicht mehr zu helfen. Der ist dann aber auch Teil des Problems und mitverantwortlich für alles was derzeit geschieht.

Islamistischer Judenhass in Deutschland 2021

Ich habe alles zusammengefasst und meine Sicht mehr als deutlich dargelegt. Wer es noch nicht gelesen oder die Updates verpasst hat, kann das jetzt nachholen.

Der Hund, meine Frau und das Geschenk

Irgendwann – vor ein paar Wochen – hat meine Frau mir eine Werbung gezeigt, wo auf einer bekannten Plattformseite Hundefiguren von Hand nach Vorlage gehäkelt werden. Was es nicht alles gibt…

Da mir allerdings sowieso noch ein Geschenk fehlte – obwohl wir uns nichts schenken wollen zu entsprechenden Anlässen – habe ich kurzerhand entschieden, solch ein gehäkeltes Ebenbild von Schika zu ordern.

Das ganze lief vollkommen problemlos ab, der Kontakt nach Spanien zu den beiden Damen war nett und die Lieferung war schon im Preis inbegriffen.

Hier war DHL übrigens extrem schnell. Freitag bestellt, Sonntag war’s fertig, Montag ging’s zur Post in Spanien und Dienstag Nachmittag war das Häkeltierchen bei uns. Respekt für diese logistische Leistung!

(Schika)
(Häkel-Schika)

Das Zocken und die Qual der Wahl

Es wird nicht besser. Derzeit spiele ich exzessiv Dragon Quest Builders 2. Eine Art Minecraft im DQ-Universum. Und es macht verdammt viel Spaß! Aber langsam muss ich mir Gedanken machen, was danach kommt…

Fieber ist doof, Corona auch

Die letzten drei Tage hatte ich Fieber (38,4), keine Ahnung warum. Ich hatte auch Kopf- und Gliederschmerzen, aber sonst nix. Seit heute gehts wieder, Fieber ist weg und der Apotheken-Onlineshop hat mir heute neue Ibus gebracht.

Ebenfalls heute habe ich meinen ersten Corona-Schnelltest durchgeführt. Ich hasse es, wenn mir was in irgendeine Körperöffnung gesteckt wird! Aber gut… der Test war negativ.

Sticken? Sticken!

Als kleiner Junge habe ich mal gestickt. Ich habe auch genäht – von Hand und mit der Nähmaschine. Irgendwie kam ich vor einer Woche auf die Idee, dass ich doch nochmal mit dem Sticken anfangen könnte. Gesagt, getan. Startersets gibts ja genug und ich muss ja auch erstmal reinkommen, lernen.

Dementsprechend sieht mein erster Entwurf auch aus:

Umrandung und Blümchen kommen natürlich noch dazu 😉

Und sonst so?

Unser Strandkorb kommt in vier Paketen. Zwei sind bisher angekommen. Immerhin etwas. Das dritte soll morgen eintreffen, das vierte ist seit einer Woche „elektronisch vorgemerkt“. Ich bin ja mal gespannt was das wird. Vielleicht hätten wir in Spanien bestellen sollen… 🤔

Die Person, die meine Mailadresse für ihre Bestellungen benutzt hat, hat laut Tracking ihr Paket am Montag erhalten. Zahlung erfolgt laut Rechnung über Klarna nach Erhalt der Ware. Die Mail von Klarna mit den Zahlungsinfos habe ich bekommen. Ich bin gespannt, wie es weitergeht und ob ich überhaupt was davon mitbekomme.

Das wars soweit erstmal 😊

„Die Philosemiten endlich totmachen“ – Judenhass 2021 im (zu) toleranten Deutschland – #HASSBEIMNAMENNENNEN

UPDATES am Ende des Beitrags!


Ein Satz wie ein Donnerhall. Aus Deutschland. Von einem Reporter des WDR.

Lorenz Beckhardt, selbst Nachfahre von Holocaust-Überlebenden – was er erst als Erwachsener erfuhr – ist Autor und Journalist, arbeitet(e) für Formate wie Quarks und nano, war Reporter bzw Redakteur für die ARD in Paris, Brüssel und Tel Aviv. Außerdem engagierte er sich in diversen Nichtregierungsorganisationen (NGOs) der deutschen Friedens- und Umweltbewegung.

Der gute Mann fiel schon früher auf, als er im Zuge des „Earth Overshoot Day“ forderte, Fleisch, Autofahren und Flugreisen deutlich teurer zu machen. Zitat: „Deshalb die Bitte: Macht Fleisch, Auto fahren und Fliegen so verdammt teuer, dass wir davon herunterkommen. Bitte! Schnell! Dann wählen wir auch euch alle.“ So könne man die Konsumsucht heilen, die Süchtigen (also alle Autofahrer, Fleischesser und Flugreisenden) zur Vernunft bringen. (Link Merkur)


Fassen wir kurz zusammen:

Ein Aktivist und ÖR-Journalist fordert Preissteigerungen, um damit Umwelt und Klima zu retten. Ein Jahr später bittet er Gott darum, alle Freunde Israels tot zu machen.

Bisher ist nichts passiert (außer dass Twitter – und nicht er selbst! – seinen Kommentar wegen Hass und Hetze gelöscht hat).

Eine Frage, die ich mir stelle: Was wäre passiert, hätte irgendein anderer zum Beispiel gefordert, man sollte doch alle Moslems bitte totmachen…? Oder alle Schwarzen? Alle Zigeuner?

Eine Ahnung, was dann los gewesen wäre, bekommt man, wenn man sich einfach mal die letzten Wochen und Monate anschaut. Wie war das bei #allesdichtmachen?

Leute werden geschasst, diffamiert, ausgegrenzt und diskreditiert. Sie werden entlassen, mit Berufsverboten bestraft, müssen sich hinknien oder anderweitig um Entschuldigung betteln und selbst das nützt meist nichts. Es genügt ja schon, wenn man ein Mohrenkopfbrötchen bestellt.


Aber das gilt scheinbar nur einseitig. Es kommt eben nicht drauf an, WAS man sagt, sondern WER es sagt.

Wer im Zeitgeist schwebt, wer mit dem Trend geht, wer sich für Klima, Umwelt und Migration einsetzt und wer jung genug ist, der darf hassen, der darf hetzen, der darf sogar in Deutschland (!) offen (!) und ungestraft (bisher) wünschen, dass Gott doch bitte alle Israelfreunde totmachen soll.

Der WDR hat via Twitter kommentiert:

Aha. Nicht mehr „in dieser Art“. Wie dann? Was war daran „missverständlich“?

Boris Palmer wird aus der eigenen Partei (Grüne) gedrängt, weil er ebenfalls „überspitzt“ und „missversändlich“ das Wort „Negerschwanz“ benutzt hat (Link Tichys Einblick). Aber das ist wohl was anderes. Er war bzw. ist ein Querulant, da misst man wohl mit anderen Skalen.


Herr Beckhardt ist ja nicht alleine. Luisa Neubauer unterstellt einem CDU-Politiker Antisemitismus. Ohne Beweise, ohne Nachfragen, ohne irgendwas. Sie hat es einfach behauptet. Mehr muss man scheinbar heute nicht machen.

Man lässt es so stehen – in einer Talkshow des ÖR wohlgemerkt. „Ihre“ Fridays For Future-Organisation stellt sich aber währenddessen auf die Seite von islamistischen Terroristen. Ebenfalls öffentlich.

Greta Thunberg stellt die Terroristen ebenfalls als Opfer dar und verbreitet Propaganda:

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Wenigstens hat Armin Laschet das mal leicht angesprochen (Link BILD). Besser als nix. Greta versucht gerade, ihre Unterstützung der Terroristen zu relativieren, Luisa Neubauer schweigt.


Ein Mitglied der #Grünen bezeichnet #Israel als „Terrorstaat“ und verwendet Hasspropagandabegriffe, stellt palästinensiche Terroristen als Opfer dar und benutzt dieselben Worte wie Propagandisten des IS. Mouatasem Alrifai ist übrigens auch im Jugendbeirat des Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ). Er spendet auch gerne an „Extinction Rebellion“ und die „Seebrücke“.

Das BMZ prüft derweil die Mitgliedschaft. Von den Grünen kommt nichts. Also nichts mit Konsequenzen. Dafür spendet er an Extinction Rebellion und die Seebrücke. Er scheint auch Mitglied bei „Fridays For Future Syrien“ zu sein.

Exkurs: Als der Gründer von Extinction Rebellion (die „radikalen FFF“) Roger Hallam den Holocaust öffentlich verharmlost hat, gabs noch Konsequenzen. Sein Verlag (Ullstein) veröffentlichte sein Buch nicht und es wurde sich auch bei XR deutlich distanziert.

Mehr muss man eigentlich nicht sagen.


Im ZDF geht der Israelhass weiter. Entweder wird relativiert oder man lässt Antisemitinnen als Expertinnen zu Wort kommen, wie letztens „Hamas-Helga“ Helga Baumgarten (Link BILD).

Gleichzeitig brennen in Deutschland israelische Flaggen vor Synagogen und Demonstranten skandieren „Scheiß Juden“ (Link BILD). Unbehelligt von der Polizei (die Demos waren ordnungsgemäß angemeldet) und verharmlost im ÖR.


Die Jusos sind übrigens nicht besser. Die Jugendorganisation der SPD hat sich erst vor wenigen Monaten mit der extremistischen Palästinenserorganisation „Fatah Jugend“ solidarisiert. Sie sei eine „Schwesterorganisation“ (Link BILD).

Man stelle sich vor, die CDU würde sich mit der NPD verbrüdern oder konform gehen mit der „White Power“-Bewegung. Aber gut. Das ist ja was anderes…


Deutschland hat ein Antisemitismusproblem. Allerdings kommt das von Links, von Klimaschützern und Islamisten. Niemand scheint das irgendwie dramatisch zu sehen, die Empörung hält sich in Grenzen, Konsequenzen gibt es kaum. Solange man korrekt gendert und Fahrrad fährt, kann man sich scheinbar alles erlauben.

Man deckt sich gegenseitig, wenn man sich mit der Chefetage gutstellt oder aufgrund von Herkunft oder Religion per se „Opfer“ ist, hat man wohl viele Freiheiten. Dann kann man auch schonmal Hass verbreiten, Menschen den Tod wünschen, Flaggen verbrennen und so weiter…

Man darf AfD-Wählern das „Menschsein“ absprechen und bekommt dennoch das Bundesverdienstkreuz.

Darf man dann Grünen-Wähler ebenfalls so angehen? Sollte man das vielleicht sogar? Sorry, aber das kann nicht sein! Hass und Hetze dürfen von niemandem toleriert werden!

Deutschland im Jahr 2021. Ganze ÖR-Sender bestehen aus kaum was anderem als Dokus über das dritte Reich. Währenddessen wächst der Antisemitismus auf linker und woker Seite unbehelligt wie Unkraut.

Wenn jeder AfD-Wähler Nazi ist, dann ist jeder Grünen-Wähler Antisemit… oder?


Es ist zum Kotzen. Man sieht sehr gut, dass es bei dem ganzen Geschwurbel von FFF, XR, Seebrücke und Grünen nicht um die Sache geht. Es geht um Emotionen und Ideale. Da nimmt man es eben manchmal nicht so genau. Da ist Fanatismus ok. „Ziviler Ungehorsam“ hieß es doch auch, oder? Kann man ja ausweiten.

Hier wäre eine klare Kante notwendig! Eine Ächtung aller involvierten Personen. Nicht weil sie links oder grün sind, sondern weil sie gefährliche Extremisten sind, die niemals regieren, niemals bestimmen dürfen! Über nichts und niemanden!

Geht wählen. Wählt alles, aber keine Extremistinnen und Extremisten! Und nicht vergessen: Wer die „Gemäßigten“ wählt, wählt die Radikalen automatisch mit und trägt somit auch Verantwortung für alles, was diese Menschen so von sich geben.

Wobei es echt schwierig wird, wenn man all diese Hetzer ignorieren will. Das geht bis in den Profifußball und die Kirche hinein. Alle Schichten machen fröhlich mit. Was ist hier nur los? Was ist bei diesen Leuten falsch gelaufen?

(Quelle und Link BILD)

Jede Unterstützung dieser Leute sorgt dafür, dass mehr Hass, mehr Zweitracht entsteht. Daher boykottiere ich alles und jeden, der gendert, der Weiße pauschal als Rassisten abstempelt, der fordert ohne zu geben, der nur nimmt, aber nichts liefert, der für Bevorzugungen steht und für all das auch Gewalt, Manipulation oder Hass einsetzt. Egal ob #FFF, #Antifa, #BLM, #XR, #Grüne, #Linke, #AfD, #ÖR, #Sat1, #ProSieben oder „Ende Gelände“ (gegen deren Einstufung als „linksextrem“ sich die Grünen gerade heftig wehren).

Sowas hat in keinem Land, in keiner Gesellschaft – und in meinem Leben – keinen Platz!

Aber in Deutschland scheinbar schon:

https://m.bild.de/politik/inland/politik-inland/oh-doch-liebe-regierung-in-deutschland-ist-leider-sehr-viel-platz-fuer-antisemit-76392926.bildMobile.html

https://reitschuster.de/post/luisa-neubauer-fff-und-der-antisemitismus/

https://m.bild.de/politik/inland/politik-inland/von-wegen-neutralitaet-formuliert-ard-bewusst-falschen-verdacht-76397488.bildMobile.html


Ich halte es in Bezug auf den Terror gegen Israel wie Ali Utlu, mein Lieblings-Kölner:


Update 15.05.2021: Wer wissen möchte, wohin grenzenlose Toleranz gegenüber jedem (!) über Jahre führt, schaue sich dieses Wochenende an. Danke an alle Genderer, Klimajunkies und Toleranzfanatiker, die mit ihrem Aktivismus und ihren Wählerstimmen dafür gesorgt haben, dass wir wieder offenen Judenhass auf deutschen Straßen haben. Nur eben nicht von „rechts“, weswegen solche Demos mit tausenden (!) Teilnehmern auch erlaubt werden.

Merke: Wer eine Partei wegen einer Sache wählt, wählt ALLES ANDERE wofür diese Partei steht automatisch mit, unterstützt es und trägt somit auch Verantwortung für alles, was dadurch entsteht!

Live-Ticker*in auf BILD


Update 16.05.2021: Juden, die wieder aus Deutschland flüchten wollen… müssen? Danke an die grenzenlose Toleranz allem gegenüber. Nichts gelernt, nur Hass und Zwietracht gesät 😢

(Der gesamte Kommentar auf BILD)

Hamed Abdel-Samad bringt es auf den Punkt:

(Gesamter Artikel von ihm auf Tichys Einblick)


Update 17.05.2021: Shammi Haque (Link BILD) bringt es auf den Punkt und zeigt deutlich in seinem Kommentar auf, wohin uns diese separierende, sexistische, einseitige und chauvinistische #Woke-Politik, wie die Linke, Grüne, SPD und auch CDU sie forcieren und unterstützen, führt.

Antisemitismus unter Muslimen ist real – und wird verharmlost. Die nächsten Stadien beinhalten dann das Ausgrenzen von Menschen, die den Gender-Irrsinn nicht mitmachen und weiße Menschen (vornehmend männlich und hetero, siehe Österreich und deren Jung-Grüne (Link Express AT)).

Glaubt ihr nicht? Übertrieben? Schaltet euch mal in irgendeine Debatte ein und gebt zu erkennen, dass ihr keiner woken Bevölkerungsschicht angehört. Macht das aber besser mit einem Account, den ihr nicht mehr braucht. Traurig…

Wer so wählt, schürt Hass. Oder er/sie/es toleriert ihn, billigt ihn, solange die eigenen Interessen gewahrt bleiben. DAS ist Intoleranz, Egoismus, Menschenverachtung. Und genau deswegen distanziere ich mich konsequent von allem, was aus diesen radikalen Ecken kommt und gefordert wird, sowie von deren Unterstützern, die für mich mindestens genauso schlimm sind wie die, die hier unbehelligt auf den Straßen fordern, jüdische Frauen zu vergewaltigen.

Auch jeder kleine Aspekt zählt und ist Teil des Ganzen. Wer wählt, weil er eine Sache toll findet, wählt auch die hässlichen Sachen mit. Da gibts kein „aber…“!


Der Hashtag #HASSBEIMNAMENNENNEN ist eine wunderbare Idee des Zentralrats der Juden in Deutschland. Ich hoffe, es machen viele mit!

(Link BILD)

Und es passiert NICHTS! Kein Konzert, keine Empörung, keine Gedenkminuten, kein Einsatz, keine Unterstützung. Hat man Angst vor diesen Extrem-Moslems? Oder passt das ins Bild und man kann – wie die ARD letztens – mutmaßen, dass es „Rechte“ sind? Will man nicht als „islamophob“ gelten?

(FunFact: kein Muslimverband hat sich bisher distanziert. Dennoch sind natürlich nicht alle Moslems solche gestörten Freaks. Doch wer schweigt, wer sich nicht öffentlich dagegenstellt, der toleriert, der unterstützt sowas!)

Oder als Rassist? In der heutigen grünen Woke-Kultur läge das jedenfalls nicht so fern. Und während man Angst hat oder niemandem aufs Füßchen treten möchte, rufen Asoziale, in Deutschland lebende Palästinenserfans dazu auf, Frauen und Kinder zu vergewaltigen. Öffentlich. Ohne dass was passiert.

Sieht so unsere Zukunft aus… wie unsere Vergangenheit? Wer unterstützt solche Politiker, die das zulassen? 😢


Update 18.05.2021: Laut deutschen Juden 2018 sind diejenigen, die antisemitisch handeln, zu 41% muslimisch, zu 20% rechts …. und zu 16% links! Warum hat man sich dann nur auf die 20% „rechts“ konzentriert und das linke sowie muslimische Klientel ignoriert – und tut es noch?

(Link BILD)

Es zeigt mal wieder: wer links wählt, wählt extrem – genau wie der, der rechts wählt. Nur dass „rechts“ lediglich 20% der antisemitischen Täter stellt…. „links“ und „muslimisch“ dagegen 57%!

Doch man darf es nicht sagen. Oder durfte es nicht? Darf man das jetzt? Mir ist es fast egal, ob die Judenhasser links, rechts oder muslimisch sind. Mich stört als Aspi nur die Existenz von selbigem und ganz besonders, dass man den Großteil des Problems – linke und Moslems – ignoriert. So löst man keine Probleme, verdammt!

Man darf nicht verallgemeinern – aber auf keiner Seite! Und man sollte eventuell mal auf die Opfer hören und dort ansetzen! Doch was will man erwarten von Menschen, die über die Hälfte dee Täterinnen ausblendet, ignoriert, verharmlost? Es ist ähnlich wie beim Kindesmissbrauch…. dem Opfer glaubt man nur schwer, man lässt es allein, quält es und verhöhnt es mit jeder Bewährungsstrafe oder jedem „Deal“ – selbst wenn es einen eindeutigen Videobeweise gibt:

(Link BZ Berlin)

Wir schützen Täterinnen und Täter, weil sie nicht Täter sein dürfen, sondern Opfer sein müssen. Das ist krank – genau wie meiner Meinung nach jeder, der sein Kreuzchen bei AfD, Grünen oder Linken macht. Es hängt eben zusammen, man kann sich nicht wie am Büfett aussuchen, was man wählt, man wählt immer alles mit. Alle Extremen, alle Rassisten, alle Kinderfeinde, alle Judenhasser.

Nur weil man heute dank #Wokeness, #Grünen, #Gendern und #Linken Angst hat, Dinge zu benennen, sind sie doch nicht einfach weg!! Wer die Identifikation von Ursachen als „rassistisch“ darstellt, hat selbst ein Rassismusproblem und ist in hohem Maße mitverantwortlich für Hass auf den Straßen!


Update 20.05.2021: Wer immer noch der Meinung ist, dass wir hier nicht mit zweierlei Maß messen und man um jeden Preis vermeiden will, importierten Judenhass beim Namen zu nennen, möge sich in der ÖR Mediathek selbst ein Bild davon machen. Hier die Zusammenfassung:

(Link BILD)

„Sehr bunt“, „viel Farbe“, „Kostüme“, sehr sehr gute Atmosphäre“. Ekelhaft, wie man islamistische Hetzer verharmlost. Das sind VERBRECHER! Das sind Menschen, die in keinem zivilisierten Land der Erde etwas verloren haben!

Wer die Auslöschung anderer Nationen fordert, Ungläubige töten und ihre Frauen und Kinder vergewaltigen will, hat kein Recht auf irgendeine Art von Verständnis!

Wir haben ein Problem. Ein Problem mit zu viel Toleranz und zu viel Feigheit. Wir buckeln vor jeder Minderheit und reden selbst offenen #Antisemitismus schön, um ja nicht die Spinner und Verbrecher von irgendwelchen woke-wahnsinnigen Institutionen zu verärgern. Es ist beschämend. Es macht mich traurig und wütend.

Das Fazit wird sein, dass NICHTS passiert. Hass auf unseren Straßen wird (noch mehr) zur Normalität werden. Solange alles „schön bunt“ ist, ist alles ok. Und wehe jemand sagt was dagegen. Derjenige bekommt dann Probleme – nicht die netten Islamisten, die Hass verbreiten. Die sind eine Minderheit. Minderheiten dürfen alles wie es scheint. Und das wissen sie. Die sind nicht dumm, die sind nur krank.

Mein Mitleid gilt vor allem den Juden in Deutschland. Mein Rat: Macht es wie viele eurer Brüder und Schwestern und verlasst dieses Land, verlasst Europa. Deutschland will euch nicht schützen. Das zeigt jede einzelne Stimme für Grüne, Linke, SPD. Das zeigt jede Reportage, jeder Bericht über den Krieg rund um Gaza. Das zeigt das Schweigen sämtlicher Promis, die bei „Nazis“ sofort zur Stelle sind. Das zeigt die Untätigkeit der EU, die fehlende klare Ansage unserer Kanzlerin. Jugendorganisationen und Aktivisten verbrüdern sich ganz öffentlich und unbehelligt mit Terroristen, Parteimitglieder Posten Hassbotschaften und nichts passiert.

Wenn jemand „Neger“ sagt, ist sein gesellschaftliches Leben vorbei. Wenn jemand „Tod den Israelis“ schreit, ist das eine „sehr sehr angenehme Atmosphäre“.

Zum Schluss noch was „Nettes“ von den Gestörten der #FFF-Fraktion. Hier werde ich keine weiteren Updates mehr posten. Es geht mir zu nahe, wenn ich sehe, wie solche kranken Menschen unbehelligt hetzen und hassen dürfen, während sie gleichzeitig die Stimmen der Naiven sammeln mit ihrem Geschwafel von Gleichberechtigung und Zukunft. Es ist alles gesagt.

(Link Tichys Einblick)

Es ist krank. Es ist widerlich. Ich möchte klarstellen, dass ich nicht zu diesen Deutschen gehöre, keine dieser Parteien, Organisationen oder Initiativen unterstütze.

Aber ich bin auch leider machtlos, kann nicht helfen, außer alle aus meinem Umfeld, meinem Leben zu verbannen, die diese Leute unterstützen. Ich kann ansonsten nur zusehen, wie Hass toleriert wird – wenn er von Minderheiten kommt. Da zählt dann auch die Geschichte nicht.

Es tut mir leid! 😢

🇮🇱🇮🇱🇮🇱🇮🇱🇮🇱🇮🇱

Anrufbeantworter und Voicemailboxen

Ich hasse sie!

Ich mag es ja schon nicht, von Angesicht zu Angesicht mit fremden Menschen reden zu müssen, aber diese „Sprich nach dem Piep“-Monster sind nochmal ne Stufe härter.

Telefonieren dagegen ist ok. Damit komme ich klar. Da muss man nicht so stark auf Mimik und Gestik und den ganzen anderen Kram achten, der den Großteil der Konversation ausmacht. Da zählt nur das gesprochene Wort.

Aber Anrufbeantworter? Das fühlt sich nicht richtig an. Wie eine E-Mail, die man vorliest. Nur fängt man da nicht mit „Sehr geehrte Damen und Herren“ an und hört in aller Regel auch nicht mit „Mit freundlichen Grüßen“ auf. Oder doch?

Ich komme mir blöd vor (obwohl ich es nachweislich nicht bin). Ich mag das nicht. Ich schreibe lieber E-Mails oder wegen mir auch eine WhatsApp-Nachricht.

Gespräche führe ich gerne, allerdings nur mit engen Bekannten. Alles mit fremden Personen bedeutet Stress für mich. Klar, manchmal ist diese Distanz auch hilfreich, aber in aller Regel bedeuten Gespräche mit Fremden Stress. Ein Band oder eine Voicemail potenzieren diesen nochmals.

Es passt irgendwie in keine Kategorie. Es ist kein Dialog, dafür fehlt das direkte Gegenüber. Es ist auch kein Monolog, denn es hört ja jemand ab – irgendwann. Es ist kein Vortrag, kein Vorlesen… es nervt einfach.

Ja, manchmal muss es sein und ich überwinde mich dann auch. Aber ich stelle mich unglaublich dämlich an dabei. Man könnte mich für Teil einer bildungsfernen Schicht halten, wenn man das Gestammel abhört.

Ich mag das nicht. Punkt.

Zwischenspiel

Irgendwie mag ich die aktuelle Woche. An dieser Stelle möchte ich auch den neuen Followern meines Blogs „Hallo“ sagen.

Hallo! 😊

Freudige Erwartung

Der bestellte Strandkorb ist auf dem Weg und spätestens nächste Woche hier. Mit Glück kommt er schon am Freitag oder Samstag. Dann kann man endlich entspannt(er) auf dem Balkon arbeiten und entspannen. Gleichzeitig! Ich freu mich drauf.

Hundeleid

Schika war nach drei Monaten wieder mal beim Friseur. Der kleine Kerl hat richtig Angst, will schon 50 Meter vor dem Gebäude nicht mehr weitergehen und lässt sich nur schwer überreden, den Salon zu betreten. Es bricht mir jedes Mal das Herz, wenn ich ihn so sehe. Aber es muss ja sein, sonst wächst er mit seinen Korkenzieherlocken zu. Schika haart zwar nicht, aber das bedeutet eben auch, dass ein Hundefriseur Pflicht ist. Dank Corona darf auch niemand von uns dabei sein, wenn er bearbeitet wird. Wir (bzw. ich) warten dann draußen, bis er fertig ist… Jetzt hat er seine Sommerfrisur, wobei das auch nur um die 4-6 Wochen hält. Nach zwei, allerspätestens drei Monaten muss er dann wieder geschoren werden – das nächste Mal also im Juli… wenn es denn freie Termine gibt.

E-Mail im #Neuland

Ich mag Leute, die ihre Mailadresse nicht kennen bzw. nicht in der Lage sind, ein paar Buchstabne in dei rihctgie Rihenfloge zu bringen. Gerade dann, wenn man diese doppelt eingeben und bestätigen muss. Klar, Tippfehler können immer passieren. Beim Verfassen von Büchern gibts dann das Lektorat bzw. Korrektorat – oder auch die Rechtschreibprüfung. Bei Mailadressen klappt das allerdings nicht. Die sollte man kennen und gewissenhaft eintippen, so man denn dazu aufgefordert wird, zum Beispiel, wenn man etwas bei irgendwelchen Shops auf Rechnung bestellt. Aktuell verwendet jemand eine meiner aktiven Mailadressen zum Bestellen von irgendwelchen Klamotten für kleine, dünne Menschen. Es dürfte ihr auch nicht auffallen, da die Mailadresse ja existiert und der Shop deswegen nicht meckert. Ich weiß, was diese Person wann wo zu welchem Preis bestellt hat. Datenschutz funktioniert eben nur, wenn man selbst nicht die größte Schwachstelle ist. Ich kann besagte Person auch nicht kontaktieren, da ich ja keine korrekte Mailadresse von ihr habe. Es bliebe noch die Möglichkeit, diesem Menschen einen Brief zu schreiben. Die Adresse stand ja in den Mails, die ich erhalten habe. Aber ganz ehrlich: nein. Wäre eine Telefonnummer angegeben, würde ich mich melden. Aber ich schicke gewiss keine Briefe durch Deutschland, um jemanden darauf aufmerksam zu machen, dass er (oder sie) meine Mailadresse missbraucht. Schauen wir mal, was da noch so kommt.

Arzt

Meinen letzten Arzttermin habe ich abgebrochen. Ich hatte keine Lust, zusammen mit 239489121 anderen Menschen in einem Wartezimmer zu marinieren, obwohl ich einen Termin hatte. Der „Termin“ wurde nämlich scheinbar auch an alle anderen vergeben. Gleiches Datum, gleiche Uhrzeit. Sorry, aber in dem Fall brauche ich keinen Termin, dann kann ich auch „einfach so“ kommen! Heute habe ich dann online einen neuen Termin eingestellt – zu einer Uhrzeit, die etwas weniger frequentiert sein dürfte. In zweieinhalb Wochen weiß ich dann den aktuellen Stand meines Halses.

Und sonst so?

Beim Zocken nimmt mich Dragon Quest Builders 2 (Game Pass) in Beschlag – und natürlich Judgment (Yakuza-Spin Off). Auf YouTube haben es mir die Videos von Nihongo angetan und mir ebenfalls gezeigt, dass ich diese Kultur, diese Mentalität der Japaner mag. Aber die Sprache… ich weiß nicht.

Fridays For Future bezeichnen Politiker als Antisemiten, verbreiten aber selbst antiisraelische Propaganda, die Grünen zerfleischen sich selbst, die jungen Grünen bedienen sich kommunistischer Kampfplakate und immer mehr Menschen stellen sich öffentlich gegen den Gender-Irrsinn, gegen die Hetze der Woke-Bewegungen und wollen einfach nicht mehr unter Generalverdacht gestellt werden, nur weil sie nicht überall begeistert mitspielen oder weiß, männlich, europäisch sind. Find ich gut. Extremismus hat nunmal nichts bei uns verloren – von links oder rechts ist dabei egal. Es gibt keinen „guten“ Extremismus“ und keine „weniger schlimme“ Seite. Wer die AfD ablehnt, muss konsequenterweise auch Linke und Grüne ablehnen. Der Verfassungsschutz ist jedenfalls mächtig damit beschäftigt, beide Seiten im Auge zu behalten. Schlimm, dass Extremistinnen überhaupt unbehelligt Politik betreiben dürfen. Aber auch das ist Demokratie.

Das Wetter ist auch in Ordnung und (noch) nicht übertrieben warm, somit gibt es auch noch keine der alljährlichen Meldungen über im Auto eingesperrte und bei lebendigem Leib gekochte Hunde.

Die Ausgangssperre ist etwas ungewohnt, aber ich muss echt sagen, dass es da auch positive Aspekte gibt, die meine Nachbarn auch teilen. Ab 21 Uhr ist hier Ruhe. Der angrenzende Spielplatz wird nicht mehr bis nach Mitternacht von irgendwelchen YoAldaDiggaBrudi-Freaks frequentiert, die mit ihren BoomBoxen die nach Schlaf ringende, arbeitende Bevölkerung mit ihren Soundboard-„Raps“ zwangsunterhalten und auch die Kasper vom gleichen Schlag, die mit quietschenden Reifen versuchen, in diversen Kreisverkehren Donuts zu fahren, sind nicht mehr auszumachen.

Mit Schika dürfen wir ja auch nach Beginn der Ausgangssperre raus und ich muss sagen, man fühlt sich… sicherer. Traurig, dass es so ist. Man muss aber die positiven Aspekte sehen, sonst dreht man unweigerlich durch. Ich kanns jedenfalls kaum erwarten, dass dieser Pandemie-Wahnsinn endlich vorbei ist. Es geht ja nun endlich voran mit den Impfungen – trotz des kompletten, totalen, vollständigen Versagens unserer EU-Leiterin und den nationalen Verantwortlichen, die sich toll bereichern konnten, aber es nicht auf die Kette bekommen haben, die Bevölkerung zu schützen oder ihr auch nur eine Richtung zu geben – oder Hoffnung. Es gab ja Wichtigeres. Zigeunerschnitzel und Gendern zum Beispiel. Oder wo die Kanzlerin Urlaub macht. Oder wer wen wann wie und wo als was bezeichnete. Was ein Kindergarten. Sollten solche ideologischen und irrelevanten bzw. sogar gefährlichen Themen nicht hintenanstehen, wenn es um die Sicherheit, Gesundheit und Existenz ALLER geht? Prioritäten. Pfff. Sowas braucht man nicht, wie es scheint.

Wenn jeder nur noch an sich denkt, an seinen Vorteil, dann ist nicht nur an alle gedacht, dann hat ja auch jeder was davon… oder?